Zwei Freunde unterwegs, die sich einen ihrer Träume erfüllen.
Wohin? Einmal rundherum, im Uhrzeigersinn ;) Mit dem Motorrad. Und mit der Fähre, wo's unvermeidbar ist.
Dieser Blog beschreibt eine Reise ums Schwarze Meer durch 16 Länder, ohne Ziel, aber mit einer Route. Nach den Herausforderungen der Vorbereitung.
Viel Spaß für euch, und uns viele Kommentare. Klaus und Ernst.
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4. Juli 2012
Tag 07 - Akhaltsikhe (Georgien)
Ein "schönes" Teilstück
Ein später Halt
Abendessen
Motorräder in der Lobby
Ohne Worte
384km (insgesamt bisher 4.393 km), 12h Reisezeit.
Abenteuer und Ausrutscher.
Wir sind um 1/2 12 aus den Klauen des türk. Zolls entronnen, der sogar noch bei der Ausfahrt aus dem Hafengelände Papiere kontrollierte (alle meine Zeitangaben sind Wr. Zeit, sonst wär ich zu verwirrt - einmal 1h Zeitdifferenz, einmal 2h...).
Tanken, Trinken, auf nach Georgien! Die Straße superb ausgebaut, direkt neben dem Schwarzen Meer. Tolle Aussicht. Eine gute Essenspause in einem sehr netten und gemütlichen Lokal. Die Grenzstation in Sarpi. Modern und megoman! Und unglaublich viel Grenzverkehr, am
meisten Leute zu Fuß!!!, viele LKW's, wenige Autos. Kurze Abfertigung :)
Erster Eindruck von Georgien: ruhig/gelassen (nach den ersten grenznahen Kilometern), grün.
Wir sind nicht die Hauptroute mit all den LKW's und Verkehr gefahren, sondern eine Nebenroute Richtung Tiflis. Toll ausgebaute Straße durch traumhafte Landschaft (aber auch hier wurden wir immer wieder mal von Autos überholt ;) ). Großes Interesse an 2 Motorrad fahrenden Ausländern, große Freundlichkeit. An der Tankstelle der Tankwart mit Krawatte (SACOR - Georgian Petrol), Benzin 2 GEL/l (1 EUR = 2 GEL)! Schwierigkeiten bei der Abrechnung mit Kreditkarte (aber es gab immerhin diese Möglichkeit). Insgesamt sehr viele Tankstellen, in jedem Dorf, oft nur eine Zapfsäule.
Dann wurde die Straßenqualität plötzlich schlechter, aus einem Traum wurde eine Herausforderung. Steine, Löcher, Pfützen, bergauf, bergab, über Stock und Stein. Das war allerdings alles irgendwann einmal eine Asphaltstraße, die einfach nicht mehr gewartet worden war, immer wieder dazwischen ein paar m² Asphalt...
Es dürfte entweder einen riesigen Wolkenbruch gegeben haben oder regelmäßigen Regen, die feuchten Stellen wurden jedenfalls immer mehr, bis sich eine Stelle als reines Schlammchaos entpuppte, extrem rutschig. Dort ist mir dann auch das Hinterrad weggerutscht (wie letztes Jahr in Bulgarien), und ich bin im Schlamm gelegen, Motorrad auf meinem Bein. Klaus kam zu Hilfe, ich zog das Bein raus, nix passiert :), weiter gefahren. Kurz danach ein zweites Mal ausgerutscht, auf Steinen, mit Hilfe von Autofahrern aufgestellt. Die Entfernungsangaben auf die Frage nach nächstem Hotel bzw. Ende der schlechten Straße waren breit gestreut - von 2km bis 50km...
Und es ging weiter, mittlerweile war es dunkel geworden. Die Straße überraschte uns dann noch mit einem Pass von 2.010m, sowie Schlamm- und Steinpisten, riesigen Schlammlöchern über die gesamte Straßenbreite und Gebirgsbachfurten. Auf einer Gesamtlänge von 55km.
Um 2230 hier angekommen, noch Hotel gefunden mit tatkräftiger Hilfe Einheimischer, Sowjetstil, unglaublich. Die Motorräder in der Lobby geparkt ;) Im Supermarkt Abendessen einkaufen um 0100 Lokalzeit, picobello, zuvorkommendste Bedienung, Shopmanager in Anzug und Krawatte, verabschiedet sich mit "Auf Wiedersehen. Bis morgen"...
Tiefer Schlaf.
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